Exkursion
2a 16.6.2010
Letzten Mittwoch machten wir gemeinsam mit unseren Biologie Professoren Herr Prof. Stritzinger und Frau Prof. Lang, und mit unseren Fahrrädern eine biologische Erkundungstour. Wir trafen uns um 7.30 beim Schwimmbad. Vom schlechten Wetter ließen wir uns nicht abhalten und so starteten wir Richtung Ritzensee los. Das erste Mal etwas außer Atem hielten wir am Ritzensee an um gespannt den Worten des Prof. Stritzingers zuzuhören. Bei der Wiederholung der Schichtungen des Sees waren wir alle recht gut und so ging unsere Reise weiter über den Kolling Wald nach Breitenbergham und letztlich ins Krachham Moor. Auf dem Weg ins Moor schauten wir uns noch die typische Landschaftsform unserer Umgebung an, welche ein Produkt der Eiszeit ist. Mitten im Wald parkten wir unsere Drahteseln und fanden schließlich das Krachham Moor. Ohnehin schon vom Regen durchnässt, wurden von nun an auch unsere Füße nicht mehr verschont, bald standen wir alle bis zu den Knöcheln im Schlamm. Damit wir nämlich die Vielfalt des Moores kennenlernen konnten, musste der Moorgraben durchwandert werden. Auch der ein oder andere Regenwurm verirrte sich in unsere Schuhe. Das Moor ebenfalls ein Relikt der letzten Eiszeit ist die Heimat sehr vieler sehr seltener Tiere und Pflanzen. Sogar eine fleischfressende Pflanze fanden wir, den roten Sonnentau. Zwischen Heidelgewächse, Latschen, Birken und sehr vielen Moosen wanderten wir begleitet von vielen Insekten durch das Moor und den Wald, wo wir das nächste Moor fanden, das Schweibergmoor. Es war eine tolle Erfahrung der Besuch im Moor für jeden von uns. Auf dem Weg zurück zu unseren Fahrrädern fanden wir, noch sehr seltene und schöne Blumen. Wir kennen diese Blumen von den Fensterbänken unserer Mütter, Orchideen werden sie genannt. Mitten im Wald fanden wir das gefleckte Knabenkraut, wunderschön blühend.
So nun mussten wir uns aber beeilen damit wir noch rechtzeitig zum Imker in Gerling kamen. Herr Peter Unterberger führte uns durch seine Imkerei. Wir sahen, wie die Bienen in den Bienenstöcken leben, wir konnten die Königin sehen und wir durften uns sogar Drohnen mitnehmen. Die Drohnen sind nämlich ganz harmlose Bienen, denn sie besitzen keinen Stachel. Der wohl begehrteste Raum eines Imkers ist der Schleuderraum, wo der Honig aus den Bienenwaben geschleudert wird. Ganz frischen Honig durften wir hier schlecken. Mhm, das schmeckte uns!
Der Vormittag verging wie im Flug und schon gings wieder nach Hause. Auf dem Heimweg wurden wir von Frau Empl auf einen Kuchen und Getränke eingeladen, denn so eine Erkundungstour kann schon recht Hungrig machen! Vielen Dank noch einmal für die leckere Versorgung.
Mag. Bernadette Lang
