Berufsorientierung: Ausflug zur Gebro nach Fieberbrunn
Am 30.11.2005 fuhr die Klasse 4.A der HIB Saalfelden auf Exkursion zur Gebro Pharma nach Fieberbrunn in Tirol. Die zwei uns begleitenden Lehrer waren unser Klassenvorstand Frau Professor S. Famler und unsere Chemie/Biologie Lehrerin Frau Professor L. Meraner. Am Morgen, um ca. 8:15 Uhr fuhren wir mit dem Bus von unserer Schule los.
Die Firma Gebro ist eine Arzneimittelfabrik, die sowohl Medikamente herstellt als auch forscht. Es gibt sie seit 1947 und sie wurde von der Familie Broschek als Familienbetrieb gegründet. Durch den Lizenzvertrag mit der Zyma Sa aus der Schweiz wurde die Gebro Pharma zur Novartis Consumer Health- Gebro GmbH, welche bereits vor 30 Jahren, als gemeinsam von Gebro Pharma und Novartis Consumer Health getragenes Joint Venture, gegründet wurde. Weitere Firmen befinden sich in der Schweiz und in Spanien.
Um ca. 8:45 Uhr wurden wir sehr freundlich von dem Marketingleiter der Gebro Novartis, Herrn Bernd Zillner, empfangen. Zuerst brachte er uns in einen Gemeinschaftsraum, wo er uns etwas über die Geschichte der Gebro und die Grundsätze der pharmazeutischen Industrie erzählte. Außerdem erklärte er uns, wie man dazu kommt, solch eine Firma zu gründen, wie viel Zeit man für die Forschungen einplanen muss, den Weg der Rezepte bzw. der Medikamente und, worauf man achten muss, wenn man ein neues Medikament herstellen und vertreiben will. Zusätzlich sahen wir uns eine Powerpoint- Bildschirmpräsentation über die Familie Broschek und die Entstehung des Betriebes an, welche sehr interessant war. Danach begannen wir mit der eigentlichen Betriebsbesichtigung. Unsere Führung begann in einem Notwasser Raum. Von da aus gingen wir durch einen langen, engen Tunnel, der eigentlich als Notausgang gedacht ist und durch den gleichzeitig die Wasser- und Stromversorgungen verlegt waren. Als wir am Ende des Tunnels angelangt waren, kamen wir zu einer Halle, in der Waren abgeholt bzw. Rohstoffe angeliefert werden. Nachher begutachteten wir das so genannte ,,Chaotische Lager´´, in dem Medikamente sowie Rohstoffe gelagert, jedoch nicht alphabetisch geordnet wurden, sondern einfach durcheinander auf den Regalen stehen. Man kann das gewünschte Produkt nur mit Hilfe von Daten, die im Computer gespeichert sind, finden. Dann gingen wir über eine überdachte Brücke, die sich genau über dem Bahnhof befindet. Nun waren wir in dem Bereich, in dem Produkte hergestellt und verpackt werden. Bevor wir diesen jedoch betreten durften, mussten wir uns weiße Schutzkleidung anziehen. In den Herstellungsräumen konnten wir beobachten, wie die Elmex Zahnpasta in die Tube gelangt, wie Tabletten hergestellt und dragiert werden. Mit der Dragierung kann man Tabletten eine andere Farbe geben oder man kann damit bezwecken, dass die Tablette erst im Magen zerfällt. Was auch sehr interessant war, waren Maschinen, die Verpackungen herstellten und die Medikamente verpackten, denn das ging so schnell, dass man die einzelnen Herstellungsschritte gar nicht verfolgen konnte.
Nach zwei Stunden Führung begaben wir uns zurück in den Gemeinschaftsraum. Dort wurden uns noch einige Fragen beantwortet und jeder von uns bekam ein Elmex Zahnset. Ich finde, die Exkursion hat sich sehr gelohnt, nicht nur deshalb, weil wir keinen Unterricht hatten.
Sandra Demmelbauer & Iris Lichtenschopf , 4 A
