Ernährungsseminar für Mädchen im Leistungssport
Das Thema „Ernährung im Sport“ ist grundsätzlich ein sehr komplexes und umfassendes, doch im Ernährungsseminar, das speziell auf Mädchen ausgerichtet war, wurde es interessant und lehrreich aufbereitet. Das Seminar mit Workshop fand vom 9. bis 10. Juni 2006 statt und wurde von den zwei Diätologinnen Helga Klein und Birgit Lötsch gehalten. Die Organisatorin, Mag. Birgit Schielin vom ASVÖ, hat selbst in der rhythmischen Gymnastik an Olympischen Spielen teilgenommen und kennt sich also im Leistungssport aus. Im Seminarraum des Mädcheninternats hatten sich viele Sportlerinnen mit TrainerInnen und Eltern eingefunden, alle aus Schulen des Leistungssports, wie zum Beispiel auch vom Skigymnasium Stams und von der Skihandelsschule Schladming. Auch die ehemalige Weltcup-Skirennläuferin, Roswitha Stadlober (geb. Steiner) mit ihrer Tochter, einer Langläuferin, war da. Insgesamt dominierten vor allem Alpine und Nordische unter den verschiedenen Sportarten. Speziell im Leistungssport spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Ein/e Sportler/in, der/die sich schlecht ernährt, kann beispielsweise einen großen Leistungsabfall erfahren. Viele Dinge, die wir im Ernährungsseminar lernten, hatte ich vorher nicht gewusst. Vor allem lernte ich, zu welchem Zeitpunkt vor der Belastung, man essen soll. Ich hatte vor dieser Veranstaltung, um ehrlich zu sein, auch nicht wirklich bewusst auf meine Ernährung geschaut, da mir nicht bekannt war, welche Folgen eine falsche Ernährung auf meine Leistungen haben könnte. Natürlich achtete ich darauf, dass ich genug Gemüse und Obst und damit viel Vitamine zu mir nahm, doch ich machte, wie ich im Nachhinein feststelle, vieles nicht richtig. Ich denke mir: „Wer schaut denn schon bewusst, ob er/sie während des gesamten Tages genug Vitamine, Mineralstoffe und energiereiche Kost zu sich nimmt?“ Genau das wurde mir im Seminar beigebracht. Seither achte ich viel bewusster auf meinen Körper und bin viel aufmerksamer in Sachen Ernährung. Meiner Meinung nach ist das große Problem bei diesem Thema, dass die Ernährung eigentlich nur eine allgemeine, angenehme Nebenerscheinung des Lebens ist und deshalb oft schlicht und einfach unterschätzt wird. Ernährung erscheint im Alltag als völlig selbstverständlich, man isst ohne nachzudenken. Doch es kann sehr verhängnisvoll sein, wenn man z. B. vor einem Training oder Wettkampf eine sehr fette und gehaltvolle Mahlzeit zu sich nimmt. Das habe ich gelernt, einerseits aus eigener Erfahrung, andererseits beim Seminar. Am besten hat mir der praktische Teil, der Workshop, gefallen. Wir, die Sportlerinnen, lernten, wie man kleine, gesunde und abwechslungsreiche Zwischenmahlzeiten richtig zubereitet und probierten viele verschiedene Rezepte aus. Bei diesem Seminar erfuhr ich nicht nur etwas über die Ernährung, sondern ich machte die Bekanntschaft mit vielen neuen Leuten und vor allem lernte ich auch andere Sportarten besser kennen.
Radtke Sophie, 15 Jahre, 5 SL


