Blinden-Torball, ein Sport für Menschen mit Sehbehinderung
Um einen Einblick in die Welt eines Blinden zu erhalten, durften wir zwei Profis für Blindensport bei uns begrüßen: Dr. Max Ott, selbst mit 11 Jahren erblindet, und seine Tochter Claudia, die unsere Trainerin und Schiedsrichterin war.
In den Doppelstunden erzählte Herr Ott aus der Sicht eines Blinden und die Schülerinnen und Schüler konnten Fragen dazu stellen. Danach gab es mit verbundenen Augen Übungen zu Sinneserfahrungen und Aufwärmgymnastik mit Trainerin Claudia.
Torball wird auf einem Feld mit 16x7 Metern gespielt. In der Mitte werden 3 Leinen gespannt unter denen der Ball durchrollen muss. Drei Matten je Feld geben den Spielerinnen und Spielern Orientierung. Gespielt wird mit einem Schellenball, der beim Rollen Geräusche macht. Das Tor erstreckt sich über die gesamte Rückseite, wobei je 3 Feldspieler durch seitliches Hinlegen versuchen den Ball abzuwehren.
Nacheinander durften alle Kinder Torball spielen und merkten gleich, dass man den Schellenball zwar gut hören konnte, aber schwer sagen konnte, wo er sich nun tatsächlich hinbewegt. Unser Ohr ist dazu bei weitem nicht so gut trainiert wie das Ohr eines Blinden.
Insgesamt kamen zirka 70 Schülerinnen und Schüler zum Torballspielen. Verschiedene Altersstufen von der 2. bis zur 8. Klasse waren jeweils eine Doppelstunde im Einsatz und hatten großen Spaß beim Spiel. Auch Kinder der 1. Klasse besuchten uns 1 Stunde und schauten gespannt zu, wie das Spiel funktionierte.
Unser blindes Mädchen Sarah war den Vormittag mit großer Begeisterung dabei und konnte so ihren Mitschülerinnen und Mitschülern der HIB die Basiswürfe und Abwehrhaltungen zeigen und mit ihnen spielen.
MMag. Birgit Trauner

