Information zum Ablauf der letzten Schulwoche.

​Unsere Schulbibliothek stellt sich vor

31.05.2024 //

Unsere Schulbibliothek stellt sich vor

"Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten." (Aldous Huxley)

Haben Bibliotheken und die Schulbibliothek in Zeiten, in denen digitale Medien einen raschen Zugriff auf vielfältige Informationen und detailliertes Wissen ermöglichen, noch eine Daseinsberechtigung und wie soll die (Schul)Bibliothek der Zukunft aussehen?

Eine zeitgemäße multimediale Schulbibliothek ist

· eine Leseinsel

· eine Lernwerkstatt

· ein Informations- und Dokumentationszentrum

· ein Recherchezentrum

· ein Kultur- und Kommunikationszentrum

Mit dem Umbau unserer Schulbibliothek im Jahr 2019 haben wir dafür den Grundstein gelegt. Die Schulbibliothek ist ein Begegnungsraum, Einzelarbeits- und Gruppenarbeitsraum, Plenum, und sie ermöglicht eine Vielzahl an Arbeits- und Sozialformen. Unser Bibliotheksteam ist auch mit verantwortlich für die Konzeption und Abhaltung der VWA-Workshops, in denen die Schüler:innen ab der 6. Klasse an das Verfassen einer (vor)wissenschaftlichen Arbeit herangeführt werden. Informations-, Medien- und Methodenkompetenz werden dabei ebenso vermittelt wie das richtige Zitieren.

Wir wollen unsere Schüler:innen mit dem nötigen Rüstzeug für die Herausforderungen einer modernen Lebens- und Arbeitswelt ausstatten. Dafür sind allerdings nicht nur digitale Kompetenzen erforderlich, sondern es braucht auch die Förderung bewährter Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben. Die amerikanische Neurowissenschaftlerin Maryanne Wolf (Informationen zu Maryanne Wolf unter: https://en.wikipedia.org/wiki/Maryanne_Wolf), die den Zusammenhang zwischen Gehirnentwicklung und Lesen erforscht, unterscheidet zwei Arten des Lesens: ein „tiefes Lesen“ (deep reading), das große Aufmerksamkeit seitens des Lesers/der Leserin erfordert und sowohl analytische als auch kreative Aspekte des Verstehens fördert, und das „informierende Lesen“ mit dem Ziel, möglichst schnell viele Informationen zu verarbeiten. Wenn sich die Lesetätigkeit von Kindern und Jugendlichen auf das „informierende Lesen“ beschränkt, so steigt laut Wolf die Gefahr, dass sich bei ihnen die für das vertiefende Lesen notwendigen Hirnstrukturen nicht mehr ausbilden können. Die moderne Lebenswelt erfordert aber den kompetenten Leser/die kompetente Leserin, der/die für das Erfassen von Texten zwischen beiden Lesestrategien auswählen kann und sie auch adäquat einzusetzen weiß. So repräsentierte in diesem Schuljahr das Projekt „Lesemonat März“, bei dem die Förderung der Lesemotivation unserer Unterstufenschüler:innen im Vordergrund stand, einen Baustein in der Ausbildung zum kompetenten Leser/zur kompetenten Leserin.

Ein großes Dankeschön gebührt abschließend all jenen, die an der Entwicklung unserer Schulbibliothek von einem „Bücheraufbewahrungsort“ hin zu einer multimedialen Lese- und Lernwerkstatt mitarbeiten, sei es unsere bibliophile Direktion, der Elternverein, der uns immer wieder mit Zuschüssen zum Ankauf von Klassenlektüren oder didaktischen Unterlagen für das Lehrerkollegium unterstützt, oder die Buchhandlung Wirthmiller, unser Ansprechpartner in allen „Buchangelegenheiten“!

Einige Eckdaten zu unserer Schulbibliothek:

Anzahl der Medien: ca. 16.500

Bibliotheksbestand: Recherchen zu unserem Buchbestand bzw. zum Status (verliehen oder nicht) können auch digital über das Bibliotheksverwaltungsprogramm WEBOPAC unter https://hibsaalfelden.webopac.at/search (oder durch Aufrufen der Schulhomepage www.gymnasium-saalfelden.at und Anklicken des Quicklinks „Büchersuche“) durchgeführt werden. Auch der Verleih von e-Medien (Kennzeichnung „eMedium“) ist über die Schulbibliothek möglich.

Bibliothekar:innen: Mag.a Ingeborg Blattl und Mag. Markus Möschl. Unterstützt werden wir dabei von zahlreichen Kollegen und Kolleginnen unserer Schule – ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle!

Die Schulbibliothekar:innen